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Verbandsnachrichten

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Wie segelt man einen 420er richtig?

Die Seglerjugend Baden-Württemberg bot am Freitag den 15. und Samstag den 16. April ein breitensportliches Regattatraining für die 420er-Klasse in Überlingen an. Fünf Mannschaften nahmen das Angebot an und trafen sich im Leistungsstützpunkt Überlinger See.

„Das ist für die Seglerjugend im Breitensport das erste Training in diesem Jahr“, sagte Jugendobmann Fabian Bach und freute sich über das Interesse der Segler, die noch nicht die Chance hatten zum Ostertraining an den Gardasee zu fahren. Drei Teams waren erst jetzt vom Optimisten in den 420er umgestiegen, zwei brachten schon etwas mehr Erfahrung mit.
„Der Fokus dieses Trainings liegt auf Fahr- und Manövertechnik und die Abstimmung im Team“, sagt Aaron Scherr. Der stellvertretende Jugendleiter des SMC Überlingen war früher aktiver 420er-Segler und weiß, wo die Schwierigkeiten nach dem Umstieg aus der Einhandjolle liegen. Deshalb stand auch die grundlegende Technik des Spinnaker-Fahrens auf dem Programm. „Das ist für Anfänger ziemlich komplex“, sagte er.
Am Freitagmorgen stand jedoch erst einmal der Grund-Trimm des Riggs im Vordergrund. Welche Trimmeinrichtungen stehen zur Verfügung? Wie stellt man den Mastfall ein? Und wann muss man das überhaupt verändern?
„Bei uns im Club haben wir kein eigenes 420er-Training und wir segeln mit den Optimisten mit“, sagte Julian Dresp. Deshalb waren er und Paul Riedle gekommen, um zu lernen, wie man die Jolle trimmt, die sie seit eineinhalb Jahren zusammen segeln.
Aaron zeigte wie man mit den Wanten den Mastfall verändert. „Was passiert, wenn ich die Wanten in das oberste Loch des Locheisens einhänge? Was, wenn ich es unten einhänge“?
2022 04 16 420erTraining Ueb 1Wann fällt der Mast nach vorne, wann nach hinten, wann wird das Boot eher luv- wann leegierig? Aaron setzte dabei nicht auf Frontalunterricht. Er ließ die Jugendlichen probieren, beobachten und die Ergebnisse notieren und alle waren mit Begeisterung dabei.
Spannend fand Emily Schneider das. Wie ihre Partnerin Letizia Lay segelt sie normalerweise Laser Radial und der ist ganz anders zu trimmen. Mit dem 420er, den sie nur zum Spaß gemeinsam segeln, hatten sie sich darüber bisher keine Gedanken gemacht.
Da der Wind an diesem Morgen auf sich warten ließ, blieb genügend Zeit, den Geheimnissen des Trimms auf den Grund zu gehen.
Nach der Mittagspause, mit eigenem Vesper, wollte Aaron dann aufs Wasser gehen. Nach der Winterpause gehe es dabei in erster Linie darum, sich wieder an das Boot zu gewöhnen, zu lernen sich auf dem Boot zu bewegen, sich einzusegeln, sagte der Trainer. Vor allem müssten die Teams lernen, miteinander zu kommunizieren. „Morgen erwarten wir Wind, da wird es spannend“, sagte er. Denn im Vergleich zum Optimisten sei ein 420er eine Rakete. Vor allem unter Spi.

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